Anknüpfungspunkte zwischen der Theorie des Transaktiven Gedächtnisses und der Wissensspirale

Nach der Theorie des Transaktiven Gedächtnisses ist Wissen über die verschiedenen Mitglieder einer Gruppe verteilt. Wichtig ist hier nicht, zu wissen, was dieses Wissen beinhaltet, sondern wer über das Wissen verfügt. Das Wissen, über das die anderen Gruppenmitglieder verfügen, muss jedoch erst explizit gemacht werden, damit es für mich, der nicht über das Wissen verfügt, nutzbar wird – Hier kommt die Theorie der Wissensspirale ins Spiel. So kann die Theorie der Wissensspirale als Prozessabbildung gesehen werden, wie innerhalb einer Knowledge Community „stilles Wissen“ externalisiert und dieses weitergegeben wird. Weiterlesen

Was müssten wir im #ocwl11 für Methoden verwenden, um an das Stille Wissen der TeilnehmerInnen „ranzukommen“?

Ein erstes Ziel des #ocwl11 sollte sein, vor allem das implizite Wissen der Teilnehmer/innen sichtbar zu machen. Dazu müssten konkrete Fragen zu Fähigkeiten / Fertigkeiten oder dem Wissen in bestimmten Bereichen gestellt werden, das die Teilnehmer/innen vielleicht aus eigenen Erfahrungen besitzen. Hilfreich dafür wäre aber Vorwissen, welche Teilnehmer/innen in welchen Wissensbereichen schon Vorwissen haben bzw. welche Fähigkeiten sie, z. B. durch Praktika, besitzen. Dadurch könnten sie als eine Art Experte/in fungieren und bei konkreten Fragen in dem jeweiligen Bereich ihr implizites Wissen preisgeben. Weiterlesen

Wie kann das transaktive Gedächtnis im Schulunterricht funktionieren?

Ziel ist, dass der Lehrer möglichst gut über den Wissensstand der einzelnen Schüler Bescheid weiß, und Wissen des Lehrers auf die einzelnen Schüler “übertragen” wird.
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Transaktives Gedächtnis – eine Überlebensstrategie im Studentenleben

Auf wie viel Grad wasche ich nochmal Buntwäsche? Wie repariere ich eine Lampe? Und woran sehe ich, ob Fleisch noch gut ist? Diese Fragen stellen sich dem ein oder anderen, der sein Elternhaus verlässt und sich ins „wilde“ Studentenleben stürzt. Was tun? Natürlich kann man diese und andere Fragen googeln, Internetseiten wie „frag-mutti.de“ oder „frag-vati.de“ sind zur Zeit en voge.

Aber der ein oder andere wird vielleicht doch eher zum Telefon greifen und das familiäre transaktive Gedächtnis anzapfen.
Oma, wie war das nochmal mit….“, “Mama, kannst du mir sagen, was…” oder „Vati, weißt du wie….“ – diese Sätze kommen vielen Verwandten von StudentInnen bestimmt bekannt vor.

Aber auch andere StudentInnen werden gerne als „locations“ genutzt: Der eine Mitbewohner weiß, wie man Fleisch brät, ohne dass es trocken wird, die andere Mitbewohnerin weiß, wo es das günstigste Studentenlokal in der Stadt gibt und die Kommilitonin weiß, welche Unterlagen beim Prüfungsamt vorgelegt werden müssen.

Natürlich könnte man das alles im Internet oder in Büchern, Zeitschriften etc. selbst nachlesen. Doch ist es nicht besser, zu wissen, wer es weiß? Es regt die Kommunikation an und spart eine Menge Zeit. Wichtig dabei ist, dass man ebenfalls bereit ist, sein eigenes Wissen und seine Expertise mit den anderen zu teilen und dass man bedenkt, dass die anderen auch nicht alles wissen. Aber vielleicht kennen die ja wiederum jemanden, der es weiß?

Transaktives Gedächtnis für Paare

In der Offline-Phase am Montag haben wir versucht die Theorie des Transaktiven Gedächtnisses auf unterschiedliche Bereiche anzuwenden. Ein Bereich: Paare – Hier das Trainingsprogramm von Suse_05 & picknick11. Weiterlesen

Nachteile des TMS durch Lernen durch Lehren vermeidbar?

Die dritte offline-Sitzung des Open Course Workplace Learning (ocwl11) befasste sich mit dem Transaktiven Gedächtnis. Meine direkten Kommentare gebe ich beim dortigen Blogbeitrag ab. Hier möchte ich darstellen, inwiefern ich einen interessanten Bezug zwischen der Theorie vom Transaktiven Gedächtnis und seiner möglichst effizienten Nutzung und "Lernen durch Lehren" sehe.
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Eine Erfahrung: Facebook und das Transaktive Gedächtnis

Grübelnd sitze ich vor einem leeren weißen Papier. Wie war das nochmal? Moment! Ich glaube ich gehe mal eben nach nebenan und frage meine Mitbewohnerin. Die weiß auf die meisten meiner Fragen zu diesem Thema eine Antwort und wenn sie mal keine weiß, dann weiß sie bestimmt jemanden, der sich damit auskennt. Also schnappe ich mir die Unterlagen und klopfe an ihre Tür. Keine Antwort. Sie ist bestimmt noch in der Uni. Und jetzt? Wer könnte noch eine Antwort auf meine Frage wissen? Auf die Schnelle fällt mir jetzt niemand anderes ein. Was tun in einem solchen Fall? Richtig! Ich schau mal in meinem sozialen Netzwerk online nach geeigneten Kandidaten. Wozu hat man denn sonst eine lange Liste mit Freunden aus der ganzen Welt? Studiert der nicht auch….? Ja! Richtig, hier steht´s. Der könnte das auch wissen. Also schnell eine Nachricht geschrieben, denn leider ist er zum Chatten zur Zeit nicht verfügbar. Ein paar Minuten später habe ich dann die Antwort auf meine Frage. War doch gar nicht so schwer – Facebook sei Dank!

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Zusammenarbeit beim Wissensaufbau

Wenn eine Gruppe davon ausgeht, dass ein Teil der Gruppe (z.B. der Gruppenleiter)  die vorgegebenen Aufgaben besser bewältigen kann als jeder vom Rest der Gruppe, wird es für diesen Rest vermutlich recht schwer, sich vorzustellen, dass er sehr Wesentliches zum Wissensaufbau beitragen kann.
Dem kann man begegnen, indem man ganz gezielt das Aufdecken von Schwierigkeiten beim Textverständnis und  die Erzeugung von produktiven Missverständnissen als Teil der Gruppenarbeit vorsieht. Weiterlesen...

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