Heiko Idensen zu Kollaboration und online-Texten

Soeben ist Heiko Idensen als Twitterfollower zu mir gestoßen, aus dessen Netz- Kunst-Wörter-Buch einige Texte meiner Meinung nach sehr gut zu unserem Kurs Workplacelearning passen:

Das Wissenschaftsverständnis hat sich angesichts der postmodernen Informationstechnologien von einem passiven deskriptiven Paradigma (Relation zur Natur, Repräsentation von Fakten, Entdeckungen von ,Geheimnissen` durch geniale Einzelwissenschaftler) zu einem konstruktivistischen Ansatz hin entwickelt: → Weiterlesen

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Twittern als Beispiel für die Wissensspirale

Ich mache irgendwelche Erfahrungen (Ich stehe an einer Bushaltestelle und friere. Oder: Ich sitze in einem psychologischen Seminar und rede mit anderen über einen Text.) [Sozialisation]
Ich twittere darüber ("Mir ist kalt." Oder: "Wissensspirale: Sozialisation, Externalisierung, Kombination, Internalisierung.") [Externalisierung}
Einer meiner Follower hat ähnliche Erfahrungen gemacht oder kennt dazu passende Texte und kombiniert beides ("Schräg über die Straße ist ein Starbuck. Trink doch Coffee to go!" Oder: "gerade diesen Artikel gelesen. Klärt meine Vorbehalte zur Wissensspirale auf. Top! http://www.community-of-knowledge.de/beitrag/was-verbirgt-sich-hinter-der-externalisierung-von-implizitem-wissen/") [Kombination] - Wenn sie nett ist, verlinkt sie gleich zu den Texten wie @designeon.
Ich nehme mir zu Herzen, was ich dadurch an neuem erfahren habe. (Ich hole mir Kaffee. Oder: Ich lese den Aufsatz.) [Internalisierung]

Auf welcher Stufe bin ich jetzt? Weiterlesen...

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Kann eine ‘Community of knowledge’ das Börsengeschehen beeinflussen?

Markus Birkenkrahe, Professor für Wirtschaftsinformatik in Berlin, sieht sich in der New York Times zitiert. Der Grund, er meint, Internet Communitys könnten das Börsengeschehen beeinflussen:
If an activity is meaningful to a community, it can use social media to build information, momentum and relationships much, much faster than ever before. That these tools are related to “community” (a wider group with common interests) rather than “friendship” can be gathered from the many facebook pages that are dedicated to a cause. (Social Media Are Growing Up)
Mir scheint interessant, dass hier knowledge building durch eine Community aufgrund ihrer weltweiten Vernetzbarkeit innerhalb des Internets sehr reale wirtschaftliche Folgen zugeschrieben werden.

Zusammenarbeit beim Wissensaufbau

Wenn eine Gruppe davon ausgeht, dass ein Teil der Gruppe (z.B. der Gruppenleiter)  die vorgegebenen Aufgaben besser bewältigen kann als jeder vom Rest der Gruppe, wird es für diesen Rest vermutlich recht schwer, sich vorzustellen, dass er sehr Wesentliches zum Wissensaufbau beitragen kann.
Dem kann man begegnen, indem man ganz gezielt das Aufdecken von Schwierigkeiten beim Textverständnis und  die Erzeugung von produktiven Missverständnissen als Teil der Gruppenarbeit vorsieht. Weiterlesen...

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Fazit aus der ersten Einheit

Teil der Struktur des #ocwl11 ist ein kurzes Fazit nach jeder Einheit: Am zweiten Freitag werden Ergebnisse der jeweiligen Einheit und die einzelnen Diskussionsbeiträge zusammengefasst.” Der zweite Freitag ist schon lange vorbei, ich möchte den Fazitbeitrag aber zumindest in einer Kurzversion nachholen. Einen Überblick über die ersten Einheit gibt es z.B. bei Boris Jäger oder storified bei Guido Neumann. Weiterlesen

Knowledge Building in Wikipedia

Heute wurden im Artikel  Knowledge Building bis 7:50 acht edits durchgeführt. So lange haben die von mir am 19.10. entdeckten Fehler bzw. verbesserungswürdigen Kleinigkeiten durchgehalten.
Die Verbesserungen vom 3.11. stammen von nur zwei Personen.
Offenbar fühlt sich nicht jeder Student oder Blogger, der in der Wikipedia etwas Verbesserungswürdiges entdeckt, aufgefordert, es auch wirklich zu verbessern.
Hat sie denn schon Brockhauswürde? Das wäre schlecht, finde ich.
(Übrigens, einer der edits ist zwar nicht falsch, er widerspricht aber den Wikipediaregeln. Ich bin gespannt, wie lange der sich hält.)

Sechs Aspekte von Knowledge Building

Als Grundlagentext für die erste Einheit des #ocwl haben wir den Artikel von Scardamalia und Bereiter gelesen, in dem die Autoren ihr Modell des Knowledge Building beschreiben. Die Entwicklung des Ansatzes ist getrieben von der Idee das (amerikanische) Schulsystem zu reformieren. Der vom Konstruktivismus geprägte Ansatz, sieht die SchülerInnen einer Klasse als Community, die sich als Teil der Wissensgesellschaft verstehen sollte. Der Grundlagentext ist an vielen Stellen deshalb auch kein rein wissenschaftlicher Artikel, sondern in seinen Aussagen normativ in Bezug auf wünschenswerte Veränderungen. Im folgenden (kollaborativ geschriebenen) Text versuchen wir die zentralen Aussagen des Papers zusammenzufassen und daraus jeweils Konsequenzen für Workplace Learning abzuleiten. Hier ist der etwas gekürzte Text. Weiterlesen

Einheit 1: Knowledge Building – Kollaboration statt Lernen.

Heute startet die erste Einheit des #ocwl11. Sie besteht wie alle Einheiten aus einer Offline- und einer Online-Session. In der Offline-Session beschäftigen wir uns mit dem Konzept des Knowledge Building (wobei die Offline-Session aus organisatorischen Gründen diesmal auch online stattfindet), in der Online-Session ist Jochen Robes zu Gast und berichtet über den #opco11. Meine Lernanregungen für die einzelnen Einheiten gliedere ich jeweils mit den drei Punkten Aggregate, Remix und Repurpose. Als vierten Punkt ergänze ich jeweils “Online-Session”. Weiterlesen

Kollaborative Wissenskonstruktion – Knowledge Building für Praktiker

Heute startet der zweite deutschsprachige MOOC. Dieses Mal an der Universität Tübingen zum Thema “Workplace Learning”. Titel und Hashtag: “Open Course Workplace Learning 2011″ #ocwl11. Als Einführungslektüre gibt es einen Text vom ikit (Institute for Knowledge Inoovation and Technology” zum Download, Titel: Knowledge Building von Marlene Scardamalia und Carl Bereiter Hier zum Download:http://www.ikit.org/fulltext/2006_KBTheory.pdf. Ich habe mir gedacht, dass man das doch gleich mal in die Praxis umsetzen könnte: “Kollaboration statt Lernen” und habe den Text kurzerhand in ein Google Doc gepastet. Der Text ist ohne Anmeldung für alle zum Bearbeiten freigegeben und kann nach Herzenslust editiert, formatiert und auch kommentiert werden: https://docs.google.com/document/d/1IFCFbbtjL4lrbOJSNpI2TPP1ofKOOxmMW8KxX23KtdM/edit?hl=de  Weiterlesen