Gibst Du mir mal den roten Stift?

Im Offline-Seminar am Montag, den 16.Januar 2012 haben wir uns mit der Theorie des Common Ground beschäftigt. Die Hauptidee: Kommunikation benötigt eine gemeinsame Wissensbasis, ein gegenseitiges Verstehen um erfolgreich zu sein. Um diesen Common Ground zu erreichen, laufen Grounding-Prozesse ab. Dabei gilt: Die Prozesse finden sowohl Face-to-Face ab, sind aber auch für computermediierte Kommunikation von Bedeutung. Wenn wir analytisch vorgehen, können wir bei einem Gespräch die Präsentationsphase (Gibst Du mir mal den roten Stift?) und die Akteptanzphase (Bitteschön.) unterscheiden. Weiterlesen

Sozialpsychologische Aspekte von Computermediierter Kommunikation

In der Offline-Session der Einheit 5 ging es um sozialpsychologische Aspekte computermediierter Kommunikation. Ein einem ersten Teil des Treffens haben wir zentrale Aspekte, die im Grundlagenartikel von Kiesler et al. genannt sind kurz zusammengefasst: Weiterlesen

Wo gelingt es im #ocwl11 stilles Wissen zu teilen?

Ein Ziel des ocwl11 ist es, dass stilles Wissen nicht solches bleibt, sondern geteilt wird. In Rahmen der Online-Veranstaltungen gelingt es vor allem im Blog, und zwar wenn konkrete Fragen gestellt werden. Häufig sind wir uns dessen nicht bewusst, dass wir stilles Wissen haben, von dem andere profitieren könnten. Deshalb ist es wichtig, Fragen zu stellen, nachzufragen (nicht nur „Lurker“ sein), sodass die Chance erhöht wird, dass sich jemand angesprochen fühlt und das eigene Wissen mit anderen teilt.

Weiterlesen

Anknüpfungspunkte zwischen der Theorie des Transaktiven Gedächtnisses und der Wissensspirale

Nach der Theorie des Transaktiven Gedächtnisses ist Wissen über die verschiedenen Mitglieder einer Gruppe verteilt. Wichtig ist hier nicht, zu wissen, was dieses Wissen beinhaltet, sondern wer über das Wissen verfügt. Das Wissen, über das die anderen Gruppenmitglieder verfügen, muss jedoch erst explizit gemacht werden, damit es für mich, der nicht über das Wissen verfügt, nutzbar wird – Hier kommt die Theorie der Wissensspirale ins Spiel. So kann die Theorie der Wissensspirale als Prozessabbildung gesehen werden, wie innerhalb einer Knowledge Community „stilles Wissen“ externalisiert und dieses weitergegeben wird. Weiterlesen

Was müssten wir im #ocwl11 für Methoden verwenden, um an das Stille Wissen der TeilnehmerInnen „ranzukommen“?

Ein erstes Ziel des #ocwl11 sollte sein, vor allem das implizite Wissen der Teilnehmer/innen sichtbar zu machen. Dazu müssten konkrete Fragen zu Fähigkeiten / Fertigkeiten oder dem Wissen in bestimmten Bereichen gestellt werden, das die Teilnehmer/innen vielleicht aus eigenen Erfahrungen besitzen. Hilfreich dafür wäre aber Vorwissen, welche Teilnehmer/innen in welchen Wissensbereichen schon Vorwissen haben bzw. welche Fähigkeiten sie, z. B. durch Praktika, besitzen. Dadurch könnten sie als eine Art Experte/in fungieren und bei konkreten Fragen in dem jeweiligen Bereich ihr implizites Wissen preisgeben. Weiterlesen

Wo gibt es an der Universität stilles Wissen, das wichtig für den Erfolg des Studiums ist?

Stilles Wissen lungert an vielen Stellen. Kommilitonen aus meinem Semester kommen aus unterschiedlichen Wissenskontexten und verfügen somit über Wissen, das für mich und mein Studium nützlich sein könnte. Kommilitonen aus höheren Semestern verfügen bereits über Erfahrungen wie die Nutzung von Bibliothek und Rechnern und Erfahrungen über den Zeitaufwand für bestimmte Seminare und Lehrveranstaltungen. Weiterlesen

Stilles Wissen, implizites Wissen, Tacit Knowledge, Erfahrungswissen, Handlungswissen, prozedurales Wissen, knowledge-in-use, Best Practice, Lessons Learned

Eine der Fragen in der Ankündigung der Einheit 4 zum Thema Wissensspirale und Reflexion bezieht sich auf die unterschiedlichen Begriffe, die um die Tag-Cloud mit dem Titel Tacit Knowledge kreisen. Welcher Begriff gefällt mir am Besten? Weiterlesen

Wie kann das transaktive Gedächtnis im Schulunterricht funktionieren?

Ziel ist, dass der Lehrer möglichst gut über den Wissensstand der einzelnen Schüler Bescheid weiß, und Wissen des Lehrers auf die einzelnen Schüler “übertragen” wird.
Weiterlesen

Transaktives Gedächtnis – eine Überlebensstrategie im Studentenleben

Auf wie viel Grad wasche ich nochmal Buntwäsche? Wie repariere ich eine Lampe? Und woran sehe ich, ob Fleisch noch gut ist? Diese Fragen stellen sich dem ein oder anderen, der sein Elternhaus verlässt und sich ins „wilde“ Studentenleben stürzt. Was tun? Natürlich kann man diese und andere Fragen googeln, Internetseiten wie „frag-mutti.de“ oder „frag-vati.de“ sind zur Zeit en voge.

Aber der ein oder andere wird vielleicht doch eher zum Telefon greifen und das familiäre transaktive Gedächtnis anzapfen.
Oma, wie war das nochmal mit….“, “Mama, kannst du mir sagen, was…” oder „Vati, weißt du wie….“ – diese Sätze kommen vielen Verwandten von StudentInnen bestimmt bekannt vor.

Aber auch andere StudentInnen werden gerne als „locations“ genutzt: Der eine Mitbewohner weiß, wie man Fleisch brät, ohne dass es trocken wird, die andere Mitbewohnerin weiß, wo es das günstigste Studentenlokal in der Stadt gibt und die Kommilitonin weiß, welche Unterlagen beim Prüfungsamt vorgelegt werden müssen.

Natürlich könnte man das alles im Internet oder in Büchern, Zeitschriften etc. selbst nachlesen. Doch ist es nicht besser, zu wissen, wer es weiß? Es regt die Kommunikation an und spart eine Menge Zeit. Wichtig dabei ist, dass man ebenfalls bereit ist, sein eigenes Wissen und seine Expertise mit den anderen zu teilen und dass man bedenkt, dass die anderen auch nicht alles wissen. Aber vielleicht kennen die ja wiederum jemanden, der es weiß?